Gerade der Heizwärmebedarf scheint in Zukunft durch die Erderwärmung zwar zu sinken, er stellt aber trotzdem eines der größten Energieeinsparungspotentiale der Region dar. Veranschaulicht wird dies im akutalisierten Umsetzungskonzept der KEM-Region. Auch Gemeinden stellt die kurz vor der Einführung stehende EED3-Richtlinie mit Vorschriften im Bereich der Sanierung bevor.
Da der Gebäudesektor einer der großen Verursacher von Treibhausgasemissionen ist, kann man mit qualitativ hochwertigen energetischen Sanierungen einen großen positiven Umwelteffekt erzielen. Nach einer thermischen Sanierung sind Energieeinsparungen, die auf Basis der Energieausweisberechnungen vor und nach einer energetischen Sanierung berechnet und prognostiziert wurden nur erreichbar, wenn gleichzeitig auch die Heizanlage modernisiert und optimiert wurden.
Das Thema Heizen und Sanieren soll vorwiegend in gut koordinierten Info-Abenden in jeder Gemeinde sowie Info-Nachmittagen bei Leitbetrieben der Region bearbeitet werden. Mit kompetenten Fachvorträgen von beispielsweise Kesselfirmen, dem Haus der Baubiologie, ökologischen Dämmstofffirmen, Fensterbauern, Bioenergiebetreibern, Wärmepumpen-Experten, Energieberatern, Förder-Experten, etc. soll in jeder Gemeinde ein Abend ganz im Sinne der Sanierungs- und Heizungsoffensive von Bund und Ländern stehen.
Mit dem Heizungscheck wird die vor mehreren Jahren im Zuge der KEM WF3 durchgeführten Solaranlagen-Checks aufgegriffen und auf die hydraulische Einregulierung von Heizungssystemen angewendet. Ein externer Experte kommt zu den Menschen nach Hause und geht nach einer zuvor erstellten Checkliste Punkt für Punkt mögliche Verbesserungen durch. Dies kann von der Voreinstellung von Heizkörperventilen bis hin zum Check von Heizkurven der Heizsysteme reichen. Dabei können Pumpen überprüft, Funktionstests, Ventilchecks und vieles mehr zum Einsatz kommen. Vor Ort Maßnahmen werden sofort ergriffen und Empfehlungen, die nur von einem Installateur (z.B: Einbau von Drehzahlgeregelten Pumpen, Umbau von Heizkörperventilen etc.) gemacht werden dürfen, werden in einem Maßnahmenblatt zusammenfasst. Dabei geht es auch um das Knowhow, wie in der Übergangs- und der Hauptsaison mit der hydraulischen Einregulierung umgegangen werden soll.
Start dieser Maßnahme ist mit der Heizungssaison 2025/2026 geplant.